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Interkulturelles Projekt der Beruflichen Schulen Kehl

Einblicke in die verschiedenen Aspekte des Journalismus erhielten 20 Jugendliche verschiedener Schularten der Beruflichen Schulen Kehl sowie 20 Schülerinnen, Schüler, Studentinnen und Studenten aus Straßburg anlässlich eines Projektes, das sich über das gesamte Schuljahr erstreckte. Die jungen Kehler besuchen das Wirtschaftsgymnasium, eine Berufsfachschule sowie Vorbereitungsklassen Arbeit/Beruf für Schülerinnen und Schüler mit (VABO-R) und ohne Deutschkenntnisse (VABO); dies sind einige der zahlreichen Schularten, die bei den Beruflichen Schulen Kehl angesiedelt sind. In der VABO werden Menschen unterrichtet, die ihre Heimatländer kriegsbedingt verlassen mussten und nun bei den Beruflichen Schulen Kehl die deutsche Sprache erlernen. Weitere 20 Projektteilnehmer besuchen diverse Schulen im Großraum Straßburg oder studieren an der Universität Straßburg.

 

 

 

Organisiert wurde das Projekt von der „Association Migration, Solidarité et Echanges pour le Développement“ (AMSED) in Straßburg in Kooperation mit Lehrkräften der Beruflichen Schulen Kehl.

 

Im Rahmen verschiedener Workshops und Gesprächsrunden wurden von den Teilnehmern unter anderem die Themen Migration, Integration und Demokratie erörtert. In einer weiteren Sitzung erhielten die Interessierten durch professionelle Journalisten Informationen aus erster Hand bezüglich der Themenfelder Pressearbeit und Videoproduktion.

Im Kehler Jugendkeller St. Nepomuk haben die Projektteilnehmer mit dem deutsch-französischen Hip-Hop-Duo Zweierpasch einen Song geschrieben, vertont sowie ein Musikvideo produziert.

In weiteren Zusammenkünften wurden internationale kulinarische Spezialitäten zubereitet, Veranstaltungen auf beiden Seiten des Rheins besucht, bevor im Rahmen der Abschlussveranstaltung die besten Videos ausgezeichnet wurden. Diese wurden von den Beteiligten –unter Einsatz der in den Workshops erworbenen Fähigkeiten und Fertigkeiten- erstellt und präsentiert.

 

Franziska Müller, Lehrerin bei den Beruflichen Schulen Kehl, ist von dem Projekt sehr begeistert: „Es macht großen Spaß mit einer Gruppe von Schülerinnen und Schülern mit unterschiedlichen Voraussetzungen und diversen geografischen Horizonten zusammenzuarbeiten und sich mit ihren individuellen Lebensgeschichten auseinanderzusetzen. Erstaunlich finde ich, welche Qualität die Videoproduktionen der jungen Projektteilnehmer aufweisen“.

 

Der Leiter der Beruflichen Schulen Kehl, Peter Cleiß, der sich unter anderem gemeinsam mit dem Direktor der AMSED, Djilali Kabeche, und Nawel Rafik-Elmrini, stellvertretende Bürgermeisterin von Straßburg für europäische und internationale Beziehungen, Städtepartnerschaften, dezentralisierte Zusammenarbeit und Menschenrechte, in der Jury befand, unterstreicht die grenzüberschreitende und interkulturelle Ausrichtung der Kehler Bildungseinrichtung:“ Ein bedeutender Schwerpunkt unserer Schule ist die Kooperation mit Frankreich. Des Weiteren empfinden wir die interkulturelle Zusammensetzung zahlreicher Klassen unserer Bildungseinrichtung als enormen Gewinn für die Mitschüler und Lehrkräfte.“

 

Die Beruflichen Schulen Kehl wurden im vergangenen Jahr in Berlin mit dem Adenauer-De Gaulle-Preis ausgezeichnet. Dieser wurde am 22. Januar 1988 von beiden Regierungen anlässlich des 25. Jahrestages des Elysée-Vertrages zwischen beiden Regierungen ins Leben gerufen und ist mit einem Preisgeld von 10.000 Euro dotiert. Er wird abwechselnd in Deutschland und in Frankreich verliehen.

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