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Kaufleute für Speditions- und Logistikdienstleistungen und Logistikassistenten besuchen Seehafen in Hamburg

Nach einer elfstündigen Busfahrt wurde die Unterkunft im Seemannsheim direkt am Hamburger Michel, dem Wahrzeichen der Stadt, bezogen. Am Abend genoss ein Teil der Gruppe den Sonnenuntergang auf der Aussichtsplattform der Elbphilharmonie. Bereits die Auffahrt mit der Rolltreppe war ein Erlebnis. Aber der Rundumblick über die Stadt und den Hafen beeindruckte noch mehr.

 

Der Mittwoch begann mit einer Besichtigung der BLG AutoTerminal Hamburg GmbH & Co. KG. Es hat überrascht, dass die neuen oder gebrauchten Fahrzeuge hier nicht nur umgeschlagen und weitertransportiert werden, sondern eine Vielzahl an kundenspezifischen Zusatzleistungen (Value Added Services) wie z.B. Reparatur, Zulassung, Lackierung oder der Innenausbau erbracht werden.

Anschließend wurde der Hamburger Hafen bei bestem Wetter auf einer Barkasse, einem kleinen Rundfahrtschiff, erkundet. Mit Staunen passierte die Gruppe z.B. die Speicherstadt, das hochautomatisierte Kohle- und Erzterminal Hansaport, die Köhlbrandbrücke oder riesige Containerfrachtschiffe mit bis zu 400 m Länge und 60 m Breite und einer Ladekapazität von ca. 20.000 TEU.

Nach einer Stärkung wurde die Stadterkundung zu Lande mit dem Bus fortgesetzt. Die Stadtrundfahrt führte die Auszubildenden an den teuersten Anwesen Hamburgs vorbei z.B. am Haus des Unternehmers Klaus-Michael Kühne. In Staunen versetzte auch die Architektur der „Blauen Moschee“ Imam Ali, einer der ältesten Moscheen in Deutschland. Insidertipps über Do’s und Don’ts auf der Reeperbahn waren eine gute Vorbereitung auf die Freizeitgestaltung des Abends.

 

Der Donnerstag startete mit einer Tour über das Gelände des Containerterminals Altenwerder (CTA). Es ist eines der modernsten Containerterminals der Welt. Nahezu alle Abläufe sind vollautomatisch gesteuert. Die führerlosen sogenannten AGV’s (Automatic guided vehicles) beeindruckten. Sie befördern die Container automatisch von der Kaikante zum Blocklager und halten sich durch Blinken und Beachtung der Rechts-vor-links-Regelung sogar an die Straßenverkehrsordnung.

 

Im Anschluss waren die Auszubildenden zu Gast bei der Eurogategruppe. Zuerst wurde bei der Firma SWOP, einem Spezialisten für seemäßige Verpackung, live erlebt wie übergroße Sendungen eingeschweißt und in hitzebehandelten Holzkisten gesichert und verpackt werden. Danach führte eine Bustour über das Gelände des Containerterminals Eurogate. Es war aufschlussreich zu sehen, wie unterschiedlich die Abläufe im Vergleich zum vollautomatischen CTA sind. Die Container werden hier nicht automatisch von AGV’s, sondern von Van Carriern über das Gelände transportiert. Diese Van Carrier werden von Menschen gesteuert und können bis zu 3 Container gleichzeitig aufnehmen.

 

Nach einer langen Heimfahrt erreichte die Reisegruppe am Freitagabend voller neuer Eindrücke und schöner Erinnerungen die Heimat. Die „Faszination Hamburger Hafen“ war somit auch für die diesjährigen Teilnehmer ein unvergessliches Erlebnis und ein Highlight ihrer Ausbildung!

Diana Jung

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