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„Profis für die Presse“ gehen in die Prüfung

Die 16 Schüler der Abschlussklasse M3SU/T lernen derzeit für ihre Abschlussprüfung an der Kehler Berufsschule. Moderne Stanz- und Umformanlagen in der Metallbearbeitung kosten mittlerweile siebenstellige Beträge. Mit dem Preis wachsen die Anforderungen an diejenigen, die solch teure Maschinen bedienen. Früher arbeiteten viele Um- und Angelernte in diesem Bereich der Produktion. Die neue Technologie erfordert nun aber andere Qualifikationen.

 

Die Aufgaben sind so komplex geworden, dass viele Firmen

Schwierigkeiten haben, qualifizierte Fachkräfte zu finden. Das Bundesinstitut für Berufsbildung riet deshalb in einer Expertise dazu, einen neuen dreijährigen Ausbildungsberuf zu schaffen, um die nötigen Experten zu generieren. Mit einer Verordnung aus dem Jahr 2013 wurde in Kehl der „Stanz- und Umformmechaniker“ ins Leben gerufen; zum Ausbildungsjahr 2014/15 starteten die ersten Lehrlinge in diesem neuen Beruf.

 

An den Beruflichen Schulen Kehl (BSK) gibt es drei

Klassen mit fast 60 angehenden Stanz- und Umformmechanikern – es ist die bislang einzige in Deutschland. Der Unterricht findet in Blockform statt, sodass auch Azubis aus größeren

Entfernungen das Wohnheim nutzen und daran teilnehmen können.

 

Die fachliche Kompetenz ist in Kehl vorhanden: Die BSK hatte

bereits viele Jahre den Ausbildungsberuf des Verfahrensmechanikers für Stahlumformung als Landesfachklasse

unterrichtet.

 

Zu den Pionieren unter den Ausbildungsbetrieben zählen die Progresswerke Oberkirch (PWO) und die Ernst Umformtechnik

in Oberkirch. Die Ausbilder Ulrich Schindler (PWO) und Jens Boeuf (Ernst) haben sich von Beginn an für die neue Ausbildung engagiert und schließlich selbst Lehrlinge dafür akquiriert.

 

„Für geprüfte Stanz- und Umformmechaniker ergeben sich

ausgezeichnete Perspektiven,“ betont Kurt Stephan, Leiter der Abteilung Technik bei den Beruflichen Schulen Kehl.

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